Nur ein Tag wie jeder andere.

Nur ein Tag wie jeder andere.

 Kurzbeschreibung: Gert, ein Insasse einer staatlichen Behindertenanstalt, weigert sich beharrlich, sich dem Anstaltsleiter zu beugen. Für die Freiheit ist er bereit, alles zu geben.

Juli. Im Juli sind die meisten Bäume von Winzlingen befallen. Die meisten Mobiles schieben gen Süden. Die Schwäne ziehen Kreise. Kreise. So unendlich, so fern. Wie das All. Das All. Das Alle. Das Alles. Das Alles Unmöglich?

 

Gert, ein armer Mann aus dem Berliner Osten, war vor Kurzem erst in das St. Georg – Institut eingeliefert worden. Das St. Georg war eine Art Versuchsanstalt. Allerdings eine Versuchsanstalt mit staatlicher Genehmigung. Es war erschaffen worden, um neue, effektivere und, vor allem, billigere Methoden zur Behandlung geistig Behinderter zu erforschen. Das lief anfangs auch bei voller Rücksichtnahme und zur vollen Zufriedenheit der Patienten. Dann kam Herr Kradic. Ein gebürtiger Kosovo – Albaner, der während des Krieges nach Deutschland geflohen war und sich nun hier eine Existenz aufgebaut hatte. Herr Kradic war schon immer sehr, sagen wir, zielstrebig.  Diese „Zielstrebigkeit“ brachte ihm hier in Deutschland ein paar Jahre Gefängnis ein. Da er aber aufgrund guter Führung schon nach zwei Monaten vorzeitig entlassen wurde, gelobte er sich Besserung und trat in den Dienst des Staates als Krankenpfleger. So kam er ans St. Georg. Doch seine ehrgeizige Egomanie trieb ihn dazu an, den Chefposten zu übernehmen. Deshalb schleimte er beim Anstaltsleiter, so gut er nur konnte. Einmal rettete er ihn vor einem Kranken, der seine Medizin zu spät bekommen hatte. Als Dank dafür erwirkte der Leiter des Instituts, Herrn Kradic als Nachfolger einzusetzen, sollte er abtreten müssen. Just in der Nacht darauf erlitt er einen Herzanfall. Ein sehr merkwürdiger Zufall. Natürlich stellten die Polizisten unbequeme Fragen, doch der Staat wollte nicht, dass die Arbeit des Instituts in die Öffentlichkeit gerät, und so wurde die Untersuchung der Todesumstände eingestellt. Wie pragmatisch Menschen doch handeln können. Herrn Kradic nun war es ziemlich egal, wie die Behinderten behandelt worden und er führte daher die Prügelstrafe ein, die erste von vielen weiteren schrecklichen Maßnahmen, die hier keine Erwähnung finden sollten. Danach waren aus den Behinderten gebrochene Menschen, Maschinen, Sklaven, Tiere gemacht worden. Keiner bekam mehr Medizin. Oder richtige Nahrung. Oder ein richtiges Bett. Morgens mussten sie sich die Zähne mit der Klobürste putzen. Das sparte Geld. Das Geld, das man in die weitaus teurere Büroausstattung von Herrn Kradic investierte. Die Umverteilung des Geldes wurde vom Staat zwar bemerkt, aber wohl eher mit Wohlwollen als mit Besorgnis betrachtet. Denn das Hauptziel war es ja, die Versorgung der Behinderten billiger zu gestalten. Herr Kradic war ein Held des Staates. Man schlug ihn sogar für das Bundesverdienstkreuz vor, zog den Antrag aber zurück – das Institut war ja weiterhin streng geheim…

Gert wusste das nicht. Gert war das egal. Wer ist Gert?

Gert war, wie schon erwähnt, in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen. Seine Eltern kümmerten sich dennoch liebevoll um ihn. Schon früh war auffällig, dass er sich langsam entwickelt. In der Schule dann verstand er nichts. Er verstand nichts, was die Lehrer ihm sagten. Er verstand aber alles, was die Natur ihm sagte. Und so hörte er auf, sich mit unwichtigen, weltlichen Dingen der Menschen auseinanderzusetzen und wandte sich der Natur zu. Er beobachtete und lernte. Er wusste, wann die Igel brüten.  Wenn er einen von ihnen während dieser Zeit allein sah, baute er ihm ein Nest aus Stöcken und Laub und suchte ihm einen Spielgefährten, wie er es nannte. Hatte einmal ein Storch den Aufbruch zum Flug nach Süden verpasst, scheuchte er ihn auf. Sah er ein totes Tier, brachte er es zurück in die Natur, zurück zu seinen Artgenossen.

Ärzte waren im späten 20. Jahrhundert auf diese Krankheit gestoßen. Die krankhafte Überfürsorge für die Natur, die die geistige Entwicklung eines menschlichen Individuums einschränkt. Das Thompson’sche Syndrom hatte vor allem zur Folge, dass Mitte des 21. Jahrhunderts Tausende von Greenpeace – Aktivisten in Nervenheilungsanstalten gesteckt wurden. Die Krankheit soll angeblich das gesamte zentrale Nervensystem angreifen und letztendlich dazu führen, dass man den Freitod durch ein von staatlichen Organisationen hervorgerufenes Eingreifen in die Natur wählt.

Die Thompson’sche Krankheit wurde auch bei Gert festgestellt, allerdings in einer etwas extremeren Variante – er hatte für die Natur aufgegeben, zu sprechen. Er brauchte seine Sprache einfach nicht mehr. Er musste seine Energie sparen, um mit der Umwelt zu kommunizieren.

Deshalb kam er schon im Kindesalter in eine Klinik, doch unzählige, teils auch operative, Behandlungen schlugen fehl. Bis man sich darauf einigte, den Fall erstmal zu schließen und ihn in eine richtige Anstalt zu stecken. Viele Jahre später sah man dann die Hoffnung, dass er im St. Georg geheilt werden könnte. Denn durch die Brechung des Geistes hatten viele Behinderte dort gelernt, ihre Gedanken schauspielerisch zu verstecken. Dadurch schienen sie geheilt. Und deswegen war die Entlassungsquote nach einem Jahr ca. 98 %. Fast jeder lernte innerhalb eines Jahres, richtig zu schauspielern. Aufgrund dieser hervorragenden Quote wurde Gert nun nach St. Georg geschickt.

 

Der Klang. Die Grünzwerge. Sie quaken nicht richtig. Sie müssen quaken. Quaken wie zu ihrer besten Zeit. Sie haben irgendwas. Irgendwas. Irgendwas. Irgendwas. Irgendwas wird passieren. Irgendwas muss passieren. Denn sie quaken falsch. Das bringt alles durcheinander. ALLes.

 

 

Ob Gert wirklich geistig behindert war, weiß niemand. Das kommt doch auch auf den Blickpunkt an. Ich glaube, Behinderte sind nicht behindert. Natürlich haben sie eine Hinderung daran, die natürlichsten Dinge im Leben zu meistern. Es ist schwieriger für sie, durch das Leben zu gehen. Allerdings haben sie nach jedem kleinen Stück, das sie auf dem Pfad des Lebens schaffen, ein Erfolgsmoment. Sie freuen sich über Dinge, die so klein sind, dass andere Menschen darüber lachen würden. Doch die Menschen, die darüber lachen würden, haben keine Zeit dafür. Der moderne normale Mensch ist meist so gestresst, dass er für normale Dinge keine Zeit mehr hat. Der Behinderte hat sie. Und er genießt sie. Ich weiß nicht, wie Behinderte sich fühlen. Natürlich ist es eine schwere Belastung. Aber sie haben ein Ziel im Leben: Das Leben an sich. Das ist doch besser, als blind in einem Büro umherzuirren und nicht zu wissen, was das soll. Wenn man alles hat, ist es langweilig, alles haben zu dürfen. Wenn man nichts haben kann, ist es gut, trotzdem was zu bekommen.

„Schulze tut immer noch so, als sei er ein Pfadfinder.“. Der großgewachsene, blonde Ire Dowen trat an den Schreibtisch aus Gold und warf die Akte auf das Schachbrett aus Elfenbein. Herr Kradic blickte auf, ohne seinen breitgewachsenen Kopf zu bewegen. „Lassen Sie mich mit dem Dreck in Ruhe!“, schrie er. Spucke landete auf der Akte. „Wir können das nicht länger ignorieren. Wir haben schon alles mit ihm gemacht. Fegefeuer, Stählerne Jungfrau, die Todesspritze… alles hat er über sich ergehen lassen, ohne einen Mucks von sich zu geben. Der wird nie sprechen!“. Dowen trat ans Fenster. „Der würde sich auch aus dem Fenster schmeißen lassen, ohne ‚Aua!‘ zu schreien.“. Herr Kradic haute mit der Faust auf den Tisch. „Verdammte Scheiße! Was ist, wenn andere ihm das nachmachen? Dann sind wir unsere 100% - Quote los und ich krieg kein Geld mehr! Diese blöden Arschlöcher wollen mir an den Kragen! Wir müssen ein Exempel statuieren.“. Dowen starrte weiter nach draußen in die brandenburgische Einöde. „Es darf nicht so offensichtlich sein. Wir können ihn nicht umbringen, dann machen die uns hier gleich die Bude dicht. Nein. Wir müssen da geschickter rangehen. Ich glaube, ich hab auch schon einen Plan.“.

 

 

Diese menschlichen Organismen. So schlicht. So dumm. So naiv. Verstehen nichts von der Sprache der Natur. Nichts von der Magie. Nichts vom Nicht – Überlegen. Nichts vom Fallen – Lassen. Schweine. Domestizierte Haustiere. Schweine der Unterwelt.

 

 

Gert saß da. In seiner kargen Zelle. Er sah Menschen vorübereilen. Menschen mit anderen Menschen im Schlepptau. Sie zogen die hinter sich her, als wären es unnütze Staubfänger. Er hörte die Schreie. Doch sie waren ihm egal. Er war in den paar Wochen hier schon so abgestumpft, dass er das Alltägliche nicht mehr wahrnahm. Er hatte Angst. Er wollte nicht, dass er sich verliert. Er wollte nicht, dass sie ihm sich austrieben. Er wollte nicht, dass er so würde wie all die anderen, die so taten, als wären sie zu den Menschenfressern übergelaufen. Er wusste nicht, ob es wirklich Menschenfresser waren. Jedenfalls taten sie so, als ob. Genau wie die anderen, die so taten, als wären sie Menschen. Doch viel brachte ihnen das nicht. Tag für Tag wurden sie in Zimmer gebracht, gefoltert und in die Vernunftlosigkeit, die Stumpfsinnigkeit getrieben. Was wäre, wenn einer von den Menschenfressern plötzlich zum Behinderten würde? Durch eine altersbedingte Erbkrankheit? Es würde keinen Unterschied machen. Man darf sogar bezweifeln, dass jemand das bemerkt hätte. Diese Menschen waren hungrig. Machthungrig. Und sie ließen das an den Insassen aus. Im Grunde waren sie genauso krank. Die beiden Seiten hatten keinen nennenswerten Unterschied, und trotzdem hassten sie sich. Das war traurig. Und leider auch menschlich. Eine Erbanlage, die von unseren Vorfahren geblieben ist. Der Stärkste überlebt. Und bist du nicht der Stärkste, lass es an den Schwächeren aus. Allzu primitiv. Allzu  tierisch. Es gibt für viele Menschen keinen Grund, anderen zu helfen. Außer sie bekommen was dafür. Zum Glück gibt es auch andere Menschen. Zum Glück. Denn ohne sie wären wir wahrscheinlich längst ausgestorben.

Gert dachte sich nichts dabei. Er hielt es für eine Grundordnung. Die Pfleger haben die Macht und du hast dich ihnen zu untergeben. Doch er hörte auf das, was ihm immer geholfen hatte: die Natur. Und nicht nur die Grünzwerge sagten ihm, dass er etwas tun musste. Die einzige  Möglichkeit, die er hatte, um sich zu wehren, war die Passivität. Denn Kontakt zu Mit – Patienten war generell untersagt. Verfolgungswahnsinn der Obrigkeit.

Doch die Passivität hatte bis jetzt noch nicht die erwünschten Folgen. Die Pfleger hatten einfach die Standard – Programme weiter durchgezogen. Er hatte Schmerzen erleiden müssen. Schlimme Schmerzen. Lange Schmerzen. Furchtbare Schmerzen. Aber er hatte durchgehalten. Und heute schienen die Pfleger ihn in Ruhe lassen zu wollen. Gerade das machte ihm Angst. Er fing an zu schwitzen in der sowieso schon stickigen Zwangsjacke.

 

 

Schwarzschwänze. Sie hätten heute kommen müssen. Sie hätten heute kommen müssen. Sie hätten heute hier ihre Kreise ziehen müssen. HIER. HIER. Hier wird es passieren. Wird es passieren? Wird es wirklich passieren MÜSSEN?

 

 

Schwester Sabrina war eine kleine Person. Unscheinbar, hätte sie nicht die weiße Arbeitskleidung angehabt. Unscheinbar, aber dicklich. Schwarze Haare, große Augen, fettiges Gesicht. Aus dem Rumpf quollen aus beiden Seiten Würste hervor, die man auch als Arme bezeichnen konnte. Ihre Beine sah man gar nicht mehr, weil es ziemlich schwer zu erraten war, wo sie anfingen. Ihre Arbeit im St. Georg war eigentlich nur eine rein formelle. Sie hatte zu melden, wenn es Zwischenfälle mit den Patienten gab. Und sie hatte Papiere zu fälschen. Für mehr war sie nicht mehr zu gebrauchen, seit die Führung der Anstalt gewechselt hatte. Dementsprechend niedrig war natürlich auch ihr Lohn. Und dementsprechend schlecht ihre Laune. Sie blätterte in einem Magazin für ältere Single – Frauen, das Infos über die neueste Ehefrau von Justin Bieber enthielt, einem koksenden, trinkenden, 60 Jahre alten Hugh – Hefner – Verschnitt, der allerdings einen höheren Frauenverschleiß besaß. Dowen trat an den Tresen. „Ab jetzt gibt es Medikamente für Patient Schulze. Placebos. Das wird ihm eines in den Allerwertesten geben!“. „Warten Sie, was? Kradic ordnet Placebos an? Warum nicht für alle?“. „Die anderen werden es nicht merken. Sie sollen es nicht merken, denn dann würden sie es ihm alle nachmachen. Wenn Schulze so tut, als wäre er geheilt,  verlieren die anderen ihre letzte Hoffnung. Bis jetzt haben sie dran gezweifelt, dass das helfen würde. Und das wird auch so bleiben!“. Als Dowen davoneilte, holte Schwester Sabrina eine Dose unter der Theke hervor und blies den Staub weg. Darunter war ein alter Aufkleber: „Tabletten – JEDEN MONTAG NACHFÜLLEN!“.

 

 

Er wollte nicht, dass etwas passiert. Doch die Natur hatte es so festgelegt. Er hatte eine Ahnung. Er  sah die Eichen aus dem Fenster. Die Blätter. Sie waren braun. Im Juli. Plötzlich nicht mehr nur eine Ahnung. Die Natur hatte viele Mirakel vollbracht. Sie hatte es geschafft, Leben in die höchsten Berge, die tiefsten Wasser, die dürrsten Wüsten und die nassesten Regenwälder zu bringen. Und wie sie diese Wunder vollbracht hat, wird sie auch dieses Wunder vollbringen. Gert war ehrfürchtig. Der Zeitpunkt sollte bald da sein. Der richtige. Und der falsche. Der gute. Und der schlechte. Der weiße. Und der schwarze. Der feurige.  Und der wässerige. Und der luftige. Und der erdende.

 

 

Ein kleines, weißes, rundes Ding. Sie legten es neben dem Bio – Müll, den er zum Mittag verspeisen sollte. Keine weiteren Worte. Die Zeit war nun gekommen. Er wusste, dass er es schlucken musste. Er wusste auch, dass es nicht wirken würde. Doch er wusste, was er damit anzustellen hatte.

 

 

 

 

„Freiheit. Freiheit ist ein großes Wort. Freiheit hat die Gesetze der Natur geschrieben. Freiheit hat der Demokratie ihren Sinn verliehen. Freiheit hat die Menschen veranlasst, über sich nachzudenken. Und Freiheit hat dazu geführt, dass Menschen ausgenutzt werden können.“. Gert saß auf einem Treppenabsatz im großen Saal. Er hatte in der Nacht durch einen Trick alle Insassen mit Thompson – Syndrom in den Saal gelotst, der früher mal als Speiseraum der Pfleger diente. Nun stand er, bis auf ein paar schwarze Kisten in der Ecke, leer. Eine ideale Bedingung. „Freunde der Natur, wir haben es soweit kommen lassen, dass wir ausgenutzt werden. Doch das müssen wir beenden. Wir müssen die Freiheit wieder einfangen. Wir müssen den Natürlichen Frühling einläuten, die Revolution der Libelle! Wir müssen Herrn Kradic stürzen!“. Er stand vom Treppenabsatz auf. „Jetzt oder nie! Wer ist dabei?“.

Plötzlich rumpelte es. Eine blecherne Stimme erklang. „Denkt ihr wirklich, ihr kriegt mich mit eurem kleinen Aufstand? Ha, weit gefehlt! Schlagt sie zusammen!“. Es war die Stimme von Herrn Kradic, die durch einen Lautsprecher ertönte. Er hatte sie durch eine Kamera beobachtet.

Man muss nun erwähnen, dass der alte Speiseraum aufgrund der knappen Geldmittel noch einen Zweck besaß, nämlich als Lagerraum. Lagerraum für Diesel, mit dem die Generatoren im Keller betrieben wurden. Natürlich hat man im Zuge einer Einsparungsaktion vor 5 Monaten das elektrische Licht aus dem Raum verbannt und Fackeln an der Seite angebracht. Diese Fackeln waren durch Feuerzeuge entzündet worden. Der Ruß schwelte in der Luft. Eine Fackel hatte Gert sich genommen, als er den Saal betreten hatte.

Nun, die Kanister voller Diesel lagen direkt am Eingang. Das war praktisch, denn so musste man sich im dunklen Raum nicht erst zurechtfinden, bevor man einen dieser Kanister zu den Generatoren schleppt.

Dowen trat vor. „So. Nun wollen wir doch mal sehen, wie viel Mumm in euch steckt.“. Hinter ihm traten muskelbepackte Männer vor. Sie alle schritten auf die Behinderten zu, natürlich nicht ohne ihrer Wut Ausdruck zu verleihen und gegen die Kanister zu treten. Die gingen dabei auf und liefen aus, doch das war den eher begrenzt denken könnenden Hünen eher egal. Das Diesel breitete sich im ganzen Raum aus und als Dowen vor Gert stand, sagte dieser: „Wir haben nicht viel mehr Mumm als ihr. Doch was wird das schon zählen?“. Dann warf er die Fackel von sich und schmiss sich auf Dowen, damit er nicht mehr entkommen konnte.

 

 

 

 

 

 

 

 

Das gesamte Haus brannte bereits lichterloh, als die Feuerwehr ankam. Sie konnte keinen Überlebenden finden. Herr Kradic, der sich zu dem Zeitpunkt auf einer Dienstreise nach Dubai befand, war nicht unter den Opfern. Allerdings deckte der Brand auf, was niemals hätte herauskommen dürfen: Dass es eine Versuchsanstalt für Behinderte gab. Herr Kradic musste seinen Hut nehmen und die gesamte Forschung wurde eingestellt. Des Weiteren bekam Herr Kradic eine weitere Gefängnisstrafe mit anschließender Sicherungsverwahrung. Lebenslänglich.

 

Und obwohl der schwarze Krabbler in einem entsetzlichen Todeskampf starb, gebar das Krabblerweibchen ein wunderschönes kleines, achtbeiniges Krabblerkind und taufte es auf den Namen „Freedom“.


nPage.de-Seiten: Brückenbau Religion Wissenschaft | Auch gut zu Vögeln?